Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina



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     Das Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina ist das jüngste Naturmuseum in der Slowakei. Für die Öffentlichkeit is es erst ab Jahre 1991 zugänglich. Es war im Zusammenhang mit dem Bau des Wasserwerkes Liptovská Mara gebaut im Interesse der Rettung von den wichtigstenfoto Denkmälern aus diesem Gebiet. Die ursprüngliche Studie führte den Aufbau von einiger Wohnungsobjekten an - Dorf mit einer Zentralstrasse, Dorf mit einem Bach mit Wasserwerken , ein Gruppendorf und eine Form von Kettenbesiedlung. In jetziger Zeit ist zugänglich nur die erste Etappe, wo die Mehrheit der Objekte aus dem Überschwemmungsgebiet aufgebaut ist. Die Siedlungsstruktur isi ähnlich der, welche in der Vergangenheit grössere Gemeinden mit Stadtrechten hatten. In der Mitte des Dorfes ist eir grösserer, freier Ringplatz, wo sich die Einwohner zusammentrafen. Hier wurden auch die Wochen - und Jahrmärkte abgehalten. Im Liptauerdorfmuseum ist so ein Platz vor dem Schloss aus Parižovce situiert. Hier werden verschiedene Volks - und andere historische Programme durchgeführt.
     Genau so, wie es in Liptov in Vergangenheit wirklich war, kann man auch jetzt in diesem Dorfmilieu soziale und gesellschaftliche Unterschiede in der Kultur - und Lebensart, von der Lebensart der ärmsten bis zu der reichsten Schicht zeigen.
    Eine Vorführung des Lebens der ärmsten Familie sieht man in dem Haus No.5, dem Haus eines Landlosen Majdiak aus Liptovska Sielnica. Schon das Situieren auf den Gemeindeplatz, ohne Zaun und ohne Wirtschafsgebäuden spricht über die soziale Stellung der Familie, welche von den reicheren Schichten abhängig war. Das ganze Familien - und Arbeitsleben spielte sich nur in einem Wohnzimmer ab. Ein etwas höheres Niveau der landlosen Einwohnern zeigt ein Doppelmietshaus No.11 aus Èernova, wofoto die Brüder Baèkor mit ihren Familien lebten. Einer war als Mietmann, der andere hatte eine Funktion als Gemeindediener, Glöckner , Tromeller und Totengräber. Zwei ' Kleinbauernhäuser aus Likavka No.13,14 stellen das Leben von solchen Kleinbauern vor, die sich ihre schlechte Geldsituation mit einer Handwerkarbeit verbesserten.
     Das Haus eines Mittelbauers aus Liptovska Sielnica No.12 bewohnte eine Vielkindfamilie Trunkwalter. In der Kammer ist eine Schusterwerkstatt, denn der Vater hat diese Arbeit als Ergänzung und Verbesserung seiner Geldsituation durchgeführt
     Ein hohes Niveau des Wohnens zeigt das Haus eines Handwerkers Wagner, J. Lovich aus Liptovska Sielnica No.10. Dieses ist sichtbar an den schöneren Möbeln, guten Wohntextilien aber auch an kleinen Gegenständen wie Glas, Porzellan und Bücher. Bestandteil des Hauses ist eine Wagnerwerkstatt mit dem nötigen Werkzeug und Material.
     Ein Haus aus Liptovsky Trnovec No.16 hat den Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem gemeinsammen Dach und bildet ein kompaktes Bauerngut. So wohnte ein reicher Bauer, der in der Gemeinde auch ein Dorfrichter war.
     fotoDas Dorfrichteramt hatte in der Gemeinde seinen Sitz in sogen. Stadthaus und in dem Privatwohnen zeigt es sich nur in Andeut ungen. Die Hauptrolle der Macht spielte hier ein Schränkchen mit den schriftlichen Materialien, mit Eisen belegtes Kästchen, ein Schrank mit den persönlichen Sachen des Dorfrichters . Zu Hobby von diesem Mann gehörte die Bienenzucht und so die nötigen Bienenstöcke und andere Hilfsmittel sind in einer Kammer des Hauses ausgestellt. Bauerngut ist belebt , in dem Stall sind verschiedene Tiere und ihren Platz haben auch die Huzulpferde und Fohlen.
     Für den Besucher kann auch sehr interessant sein die Besichtigung einer Einklassendorfschule mit der Wohnung des Lehrers aus Valaska Dubova No.21 Die Klasse ist mit dem nötigen Mobiliar und Schulhilfsmitteln eingerichtet, die charakteristisch für das erste Drittel des 20. Jahrhunderts sind. Auch jetzt kann man hier attraktive Gegenstände für Elemente der Volkskultur unterrichten. Die Wohnung des Lehrers ist unterschiedlich von den fotogewöhnlichen Bauernwohnungen. Sie diente nicht nur zum Wohnen und Ausruhen, sondern auch für seine Arbeit und Studium. In dem Obstgarten bei der Schule steht ein Bienenhaus aus Nižná Boca No.24 mit zeitgemässenen Bienenstöcke.
     Das Museum des Liptauerdorfes unterscheidet sich von den anderen Naturmuseum auch durch das, dass hier ausser der Holzvolksarchitektur auch G e b ä u d e d e r h ö h e r e n Gesellschaftsschichten der Liptauervergangenheit stehen. Es ist vor allem ein Gotisch-renaissanceschloss aus dem Überschwemmungsgebiet Parižovce (No.15), ein ältester Landsherrensitz von Liptov. Es war eine Stammkurie der Landsherrfamilie Parisa, seiner Brüder und Nachkommen. Den ältesten Teil des Gebäudes kann man in das erste Drittel des 14. Jahrhunderts einreihen. Nach dem Jahr 1484 wurde das Schloss zu einem Jagdschloss umgebaut. Aus dieser Zeit blieben die ursprünglichen Wandbilder mit dem Motiv eines Raaben mit einem Fingering, der auf einem Ast steht, erhalten. Die heutige Gestalt bekam das Schloss nach dem letzten foto Renaissanceumbau in dem zweiten Drittel des 17. Jahrhunderts. Es ist ein es der bedeutendsten historishen Gebäuden aus dem Überschwemmungsgebiet Liptov. Die Expositionen zeigen die Wohn - und Lebensart der höheren Gesellschaftsschichten der Bevölkerung in der Vergangenheit. Ausser dem Festrittersaal in dem ältesten Teil des Objektes ist hier noch ein Musik-und Jägersalon, Speisesaal.
    Ein weiteres Muster des Wohnens der reicheren Landsherrenschichten ist eine hölzerne Kurie aus Paludza (No.18) aus dem Jahr 1858. Diese Exposition gibt eine Ansicht des Wohnens einer Landsherrenfamilie - eines Gaubeamten. Hier sind der Eintrittsraum, Küche, Herrensalon, grosser Salon, Schlafzimmer. Zu der Siedlung gehören auch Wirtschaftsgebäuden wie Speicher, Scheune, Viehstall und ein Schutzdach für die Kutsche.
     Der Tag des Heiligen Huberts gibt eine Gelegenheit zum Zusammentreffen von Jägern und Förstern. Ein Festzug der Diana mit den Jägern und Hundeführern, Ausstellung der Gewehre ist auch zufoto sehen. In dem letzten Zeitabschnitt freuen sich immer mehr Interessen der Öffentlichkeit die Programme mit einer historischen Thematik, z.B. " Ein mittelaterlicher Sonntag" mit der Vorführung von historischer Kamfkunst, zeitgemässener Lebensart und Bekleidung. Jährlich werden auch thematische Programme vorbereitet, mit dem Vorführen der Volkssitten , Sitten im Frühling, Feiertage der Sonnenwende, aber auch Kinderfolklor usw.
     Sommersaison hat ihren Höhepunkt am Tage mit Danken für die Ernte, ein Erntefest mit einer Kirchenmesse.
     Winterprogramm zeigt die Weihnachten in Liptov. Ausser einem lebenden Betlehem zeigt man hier die Weihnachtssitten des ganzen Regions.
     Ausser der geplanten Programme vorbereitet Museum auch solche, die vom Reisebüro oder Kollektiven speziell bestellt werden.
     Die Tiere im Museum foto
     Museum des Liptauerdorfes in Pribylina hat eine eigene Zooexposition. Der Sinn dieser ist nicht nur in einer Bereicherung und Verbreitung des Angebotes für die Besucher, aber gleichzeitig ist es die Widmung einer Erneuerung der Zucht von einigen ursprünglichen Karpatentierrassen , bei welch'en die Zucht in dieser Zeit einen Rücktritt aufweist. Eine von diesen Tiersorten sind die Huzulpferde , welche die Nachkommen des ursprünglichen wilden Pferdes in der Slowakei sind. Diese waren durch Jahrhunderte ein halbwild gezüchtetet als Arbeitstier der Gebirgsbewohner. Seine Zucht hat mit der Zeit fast ganz aufgehört und nur mit lanjähriger, späterer Bemühung gelang es, dieses Pferdegeschlecht wieder zu erneuern . Die Pferde werden für verschiedene Aktivitäten des Museums ausgenützt, vor allem für die Dienste für Besucher-das Reiten, eine Fahrt in einer Kutsche, Schlitten. Sie dienen aber auch als Arbeitstiere bei verschiedenen nötigen Arbeiten im Naturmuseumareal. In diesem Museum leben auch dunkle Karpatenziegen, weisse und schwarze Schafe, verschiedene Sorten von Geflügel - Hühner, Gänse, Enten, Truthähne, Perlhühner.


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